AP-Splitter-Springmine

   

Eine äußerst perfide Variation der Gattung Splittermine stellen sog. Springminen dar. Sie steigen nach Auslösung mittels einer zweiten kleineren Sprengladung ca. 1 Meter in die Höhe und verschießen ihre Metallsplitter auf den mittleren Teil des menschlichen Körpers. Bewußt sollen so Verletzungen im Genital- und Bauchbereich zugefügt werden. Die Minen, wie z.B. die deutsche DM-31 (s. Abbildung), erzeugen Wunden deren Größe und Tiefe von der Wucht der eindringenden Metallsplitter abhängt. Im allgemeinen sind Opfer, die solche Minen  durch direkten Kontakt auslösen, sofort tot. Viele der übrigen sterben durch die tief in das Gewebe eingedrungenen Splitter und Schmutzpartikel, die Infektionen verursachen. Technologisch stellt dieser wie auch einige andere Minentypen eine deutsche Erfindung dar. Erstmals kam dieser Minentyp in Form der S-Mine im 2. Weltkrieg zum Einsatz. Auch dieser Minentyp fällt unter die Verbotsvorschriften der  Ottawa-Konvention.