Wo sind Minen verlegt und wie viele?


Ein Totenkopfemplem auf einem roten Schild warnt vor Minen in einem Feld
Warnschild im Kosovo (c) Landmine.de

Die genaue Zahl verlegter Minen kennt niemand. Vor dem Verbot von Antipersonenminen schätzten die Vereinten Nationen, dass ca. 110 Millionen Landminen in über 70 Ländern dieser Welt verlegt wurden. Das US-Außenministerium schätzte dagegen die Zahl auf 70 Millionen. Die absolute Zahl verlegter Landminen ist jedoch für die Beurteilung des Problems nicht ausreichend. Ein vermintes Reisfeld bleibt ungeachtet der Tatsache, ob darin eine oder zehn Minen verlegt sind, ungenutzt und steht den Menschen zur Bewirtschaftung nicht zur Verfügung.

Seit 1999 wird die Landminensituation weltweit von der Internationalen Kampagne für das Verbot von Landminen im Rahmen des Landmine Monitor beobachtet. 1999 bezifferte der Landmine Monitor die Zahl der mit Minen und Blindgängern belasteten Staaten auf 88. Für das Jahre 2009 wurden 66 Staaten als belastet identifiziert. Ein kleiner Erfolg auf einem langen Weg.

Zu den am meisten belasteten Ländern gehören weiterhin: Afghanistan, Angola, Ägypten, Bosnien und Herzegowina, Laos, Kongo (Demokratische Republik), Kambodscha, Kolumbien, Kroatien, Vietnam, aber auch Regionen wie Berg-Karabach, Tschetschenien und die Falkland-Inseln (Malvinas).