Das Landminenverbot wird 18


Heute vor 18 Jahren trat das internationale Verbot von Landminen in Kraft. Besonders in den 80er und 90er Jahren wurden diese Waffen teils millionenfach verlegt – die Folgen spürt die Zivilbevölkerung in den betroffenen Ländern heute noch. Doch das Landminenverbot brachte die Wende. Seit Mitte der 90er Jahre ging die Zahl der Opfer von Landminen und anderen explosiven Kriegsresten massiv zurück – alarmierend ist allerdings der erstmalige Wieder-Anstieg der Opferzahlen im letzten Jahr.


Mehrere Menschen stehen in einem Halbkreis. Einige von ihnen haben Krücken, Prothesen oder einen Rollstuhl. Sie zeigen die Medaille des Friedensnobelpreises.

Für den wegweisenden Erfolg der Zivilgesellschaft erhält die Kampagne 1997 den Friedensnobelpreis © ICBL

(01.03.2017)

Quellen: landmine.de, CMC, Handicap International

Da Landminen bei der kleinsten Berührung explodieren können, stellen sie tagtäglich eine Gefahr für die Bevölkerung dar – noch Jahrzehnte nach einem Konflikt. Sie verstümmeln Menschen und behindern den Wiederaufbau und die Entwicklung ganzer Regionen. Deshalb gründeten 1992 mit sechs Organisationen die „Internationale Kampagne für das Verbot von Landminen (ICBL)“ und führten die Zivilgesellschaft zu einem großen Sieg: 1997 unterzeichneten 122 Staaten in Ottawa das Landminenverbot. Im selben Jahr noch erhielt die Kampagne den Friedensnobelpreis. Dieser würdigt auch den unermüdlichen Einsatz von Handicap International.

Diese „Konvention über das Verbot von Anti-Personen-Minen“ ist das erste internationale Waffenverbot, das dank des Engagements einer zivilen Kampagne zustande kam. Heute sind bereits über 160 Länder dem Ottawa-Vertrag beigetreten. Dadurch verpflichten sie sich dazu, keine Anti-Personen-Minen mehr zu verwenden, zu lagern, herzustellen und weiterzugeben. Zudem haben sie die Aufgabe, Landminen in betroffenen Gebieten zu räumen und Mittel für die Opferhilfe bereitzustellen. [Lesen Sie hier den Wortlaut des Ottawa-Vertrags]

Kofi Annan, damals UN Generalskretär sagt über die Kampagne: „Die Unterzeichnung des Ottawa Vertrages war einer der Höhepunkte meiner Karriere bei den Vereinten Nationen…Das Engagement der Vertragsstaaten macht den Ottawa Vertrag zu einem der großen Erfolge der internationalen Diplomatie“

Lesen Sie hier mehr über das Verbot von Anti-Personen-Minen

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