"Unter dem Sand" für Oscar nominiert


In der dänisch-deutschen Koproduktion geht es um die 2 Millionen Landminen, die Deutschland während des zweiten Weltkrieges an der dänischen Küste verlegte - und die nach Kriegsende von jungen deutschen Kriegsgefangenen geräumt wurden.


Ein erwachsener Soldat steht vor einer Reihe an jugendlichen Soldaten

Filmszene © ZDF

(09.02.2017)

Die dänisch-deutsche Koproduktion "Unter dem Sand" hat einen großen Schritt in Richtung Oscar gemacht: Sie wurde von der Oscar-Akademie auf die so genannte Shortlist genommen. Auf dieser Liste stehen nur noch neun Filme, die auf den Oscar für den besten fremdsprachigen Film hoffen können. Beworben hatten sich 85 Länder. Dänemark hatte den mit dem ZDF koproduzierten Film eingereicht. Am 24. Januar 2017 wird die Academy of Motion Picture Arts and Sciences bekanntgeben, welche fünf Filme für die Oscar-Preisverleihung am 26. Februar nominiert werden.

Mai 1945, kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs: An der dänischen Westküste hatte die deutsche Wehrmacht mehr als zwei Millionen Landminen im Sand vergraben, die jetzt geräumt werden müssen. Für diese lebensbedrohliche Aufgabe werden sehr junge deutsche Kriegsgefangene eingesetzt. Der dänische Regisseur Martin Zandvliet hat aus diesem Stoff ein bewegendes Drama inszeniert und damit ein dunkles, verdrängtes und weitgehend unbekanntes Kapitel der dänisch-deutschen Geschichte angesprochen: den Einsatz von - meist minderjährigen - Kriegsgefangenen zur Minenräumung.

Der Film erhielt bislang insgesamt 16 Preise und 12 Nominierungen. Zuletzt wurde er beim Europäischen Filmpreis 2016 mit den Jurypreisen in den Kategorien Kamera, Kostümbild und Maskenbild ausgezeichnet. Produziert wurde der Film von Mikael Chr. Rieks (Dänemark) und Malte Grunert (Deutschland). Die Redaktion im ZDF hat Daniel Blum.

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