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Sie befinden sich im Archiv von Landmine.de: Das Archiv dokumentiert das Website-Angebot des Aktionsbündnis landmine.de in den Jahren 1999-2010. Im Jahr 2010 wurde das Aktionsbündnis aufgelöst, nachdem es erfolgreich für ein starkes Landminenverbot in Deutschland gekämpft hatte. Die Informationen auf diesen Seiten dienen historischen Recherchezwecken, die Inhalte auf den Archiv-Seiten sind nicht aktuell! Für aktuelle Informationen gehen Sie bitte auf die im Menu verlinkten Seiten: Landminen | Landminen weltweit | Minenräumung | Das Verbot von Landminen

Claymoremine

Eine weitere Variation der Gattung Splittermine stellen sog. "direktionale Splitterminen" dar. Sie werden oft auch nach der us-amerikanischen Urform dieser Waffe als "Claymoreminen" bezeichnet. Direktionale Splitterminen, wie die schwedische FFV-013 (s. Abbildung) verschießen zielgerichtet in eine durch Positionierung vorgegebene Richtung bis zu 1.500 Stahlsplitter auf ihre Opfer. Da viele Minen vom Typ Claymore sowohl per Stolperdraht als auch manuell per Kabelverbindung von z.B. einem Soldaten ferngezündet werden können (s. Abbildung), ist auch ihr Verbotsstatus umstritten. Seit geraumer Zeit werden deshalb diese Minen von einigen Herstellern als rein fernzündbare "Richtsplitterladungen" definiert, die nicht mehr vom Opfer aktiviert werden, so das sie nach Definition der Ottawa-Konvention auch nicht mehr als Antipersoenmine zu gelten hätten. Häufig werden diese Minentypen auch als Anti-Fahrzeugminen (siehe auch Punkt AT-Druckzündermine) definiert, da je nach Sprengkraft ihre Stahlsplitter auch Metall durchdringen können. Dies soll zum einen vom eigentlichen Zielobjekt ablenken und ist zum weiten ein Zeichen der Multifunktionalität solcher Minen. Nach wie vor verfügen fast alle dieser Minen über Stolperdrahtzünder (Zugzünder) und sind so jederzeit mit diesen Drähten ausrüstbar, was sie weiterhin reine Antipersonenminen bleiben läßt. "Fernzündbare Richtsplitterladungen" oder auch Anti-Fahrzeugminen sind nicht durch die Ottawa-Konvention verboten!