2000 Investmentfonds halten Aktien von Rüstungsunternehmen (Deutschland)


Selbst nachhaltige Fonds, etwa von DEXIA, Sarasin oder BNP Paribas, sind betroffen


(09.12.2008)

Berlin (ddp). Das Aktionsbündnis landmine.de ruft Anleger auf, keine Anteile von Investmentfonds zu kaufen, die an Rüstungsunternehmen beteiligt sind. «Mindestens 2000 Investmentfonds sind weltweit in die Geschäfte mit Minen und Streumunition investiert», sagte der Leiter des Aktionsbündnisses, Thomas Küchenmeister, am Mittwoch in Berlin.

Selbst nachhaltige Fonds, etwa von DEXIA, Sarasin oder BNP Paribas, seien betroffen. Überdurchschnittlich belastet seien die Fondsgesellschaft JP Morgan Asset Management Europe, Allianz Global Investors und DWS Investment. Aber auch Anbieter wie AXA oder auch DEKA hielten Anteile an relevanten Anbietern und Anteilseignern. Über 30 Betriebe, die die geächteten Waffen anböten, seien direkt oder durch ihre Mutterkonzerne an den Börsen handelbar.

Das Bündnis hat bislang 300 Anteilseigner der Rüstungsunternehmen identifiziert. Zu den Unternehmen gehören danach aus Deutschland unter anderem Rheinmetall als Hersteller und Anbieter von alternativer Streumunition und von Verlegesystemen sowie deren Anteilseigner Deutsche Bank. Auch Siemens sei an einer Firma beteiligt, die Verlegesysteme für Streumunition herstellt. Eine weltweite Datenbank hat das Aktionsbündnis Landmine im Internet unter ethisches-investment.info veröffentlicht.

(ddp)

Von: 10.12.2008, www.aschaffenburg24.de

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