32 Schuhpyramiden für mehr Solidarität mit den Opfern - HANDICAP INTERNATIONAL DEUTSCHLAND


Mit den Schuhpyramiden, die am 26. September in 32 französischen Städten stattfanden, zeigte die Öffentlichkeit Solidarität für die Opfer von Minen und Streubomben und erinnerte gleichzeitig den französischen Staat an seine Verpflichtungen.


(25.09.2009)

Die Pyramiden fanden bereits zum 15. Mal in Frankreich statt, um Bürger zu mobilisieren und die Rechte der Opfer einzufordern.
Die Aktionen sollten dieses Jahr speziell auf die dramatische Situation der 500.000 Überlebenden von Unfällen mit Minen und anderen explosiven Überresten von Kriegen aufmerksam machen. Im Jahr 2008 verkündete die Kampagne gegen Landminen, dass von den 431 Millionen Dollar, die in die Bekämpfung von explosiven Kriegsresten flossen, nur 1 % bei den Überlebenden ankam. Diese Summe ist unzureichend, um die volle Breite ihrer Bedürfnisse abzudecken. Die bei den Pyramiden verteilten Petitionslisten trugen dieses Jahr das Motto "Die Opfer können nicht warten!". Jedes Jahr werden bei den Schuhpyramiden insgesamt mehr als 70.000 Unterschriften gesammelt.

Am 25. September haben Frankreich und Burundi das Abkommen über ein Verbot von Streumunition als 20. und 21. Staat ratifiziert. An demselben Wochenende unterzeichneten Zypern und St. Vincent und die Grenadinen den Vertrag ' damit steigt die Anzahl der Unterzeichnerstaaten auf 100. Anlässlich des 64. Treffens der Generalversammlung der Vereinten Nationen hinterlegte der französische Außenminister Kouchner die Ratifizierungsurkunde des Oslo-Vertrags über ein Verbot von Streubomben bei den Vereinten Nationen in New York. Handicap International begrüßt die Ratifizierung als weiteren Schritt in Richtung des baldigen Inkrafttretens des Vertrags, ruft den Staat aber gleichzeitig dazu auf, seine Versprechungen zu halten und auch tatsächlich zu handeln. Frankreich zählt zu den Ländern, die bisher am wenigsten finanzielle Unterstützung für Minen- und Streubombenaktionen leisten. Sobald der Vertrag in Kraft tritt, wird Frankreich alle nötigen Mittel mobilisieren müssen, um die Auflagen dieses internationalen Gesetzes zu erfüllen.

Der Verbotsvertrag von Streubomben wurde am 3. Dezember in Oslo zur Unterzeichnung freigegeben. Aktuell wurde er von 100 Staaten unterzeichnet, bis zum 27. September haben ihn 21 Staaten ratifiziert. Der Vertrag wird sechs Monate nach der 30. Ratifizierung in Kraft treten. Neben dem Verbot von Streumunition verpflichten sich die Mitgliedsstaaten dazu, die nötigen finanziellen Mittel für die Versorgung der Opfer von Streubomben und ihren Gemeinschaften bereit zu stellen.

Weiterführende Informationen zum Verbotsvertrag finden Sie unter www.streubomben.de

Von: http://www.handicap-international.de/landminen/schuhpyramiden-in-frankreich.html

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