4. April - Internationaler Minentag


Der 4. April ist der Internationale Tag zur Aufklärung über die Minengefahr. Weltweit finden dazu seit einigen Jahren Aktivitäten statt. Von 2012 bis 2014 zeigten Menschen weltweit im Rahmen der Kampagne "Lend your Leg - Zeig dein Bein" auf Fotos mit einem hochgeschlagenem Hosenbein ihre Solidarität mit Opfern von Minen und Streumunition.


Die Aktion "Zeig dein Bein. Hilf mit. Rette Leben" vor dem Brandenburger Tor 2014© Handicap International

(04.04.2016)

Landminen stellen in Kolumbien nach jahrzehntelangen gewalttätigen Konflikten eine tägliche Bedrohung für die Bevölkerung dar. Hunderttausende Minen liegen noch immer vergraben und Tausende Menschen wurden Opfer dieser Waffen. Doch die Opfer von Landminen erhalten oft zu wenig Unterstützung. Durch ein hochgeschlagenes Hosenbein sollte auf die Minenproblematik in dem lateinamerikanischen Land aufmerksam gemacht werden. Aus der Idee wurde eine riesige Kampagne, die 2011 förmlich das ganze Land überrollte. Am Ende erreichte diese Kampagne sogar ein neues Gesetz zur Unterstützung von Minenopfern.

2012 wurde die Kampagne international. Campaigner aus über 70 Ländern machten auf die Problematik von Landminen und Streubomben weltweit aufmerksam. Auch in Deutschland ging die Kampagne unter der Leitung von Handicap International und SODI an den Start – und war ein voller Erfolg. Das Ziel 2012: Sensibilisierung für die Probleme der Opfer von Landminen und Streumunition und die Aufforderung an die Bundesregierung, die Mittel für Opferhilfe nicht zu kürzen. Tatsächlich erhöhte die Bundesregierung ihre finanziellen Mittel sogar noch. 2013 forderten wir gemeinsam mit Menschen aus der ganzen Welt den Beitritt der USA zum Minenverbot. Leider gab es auf diesem Gebiet bisher keinen Fortschritt, weswegen der damalige Außenminister Steinmeier während der Kampagne 2014 unter anderem auf seine Verpflichtung aus den Verträgen zum Minenverbot hingewiesen wurde, auf den Beitritt anderer Staaten hinzuwirken.

In den drei Jahren der Kampagne zeigten Politikerinnen und Politiker aller Parteien des Bundestags Bein, außerdem über 30 Prominente wie Schauspielerin Ulrike Folkerts, Regisseurin Doris Dörrie oder Model Mario Galla. Jeweils am 4. April, dem UN-Landminentag, fanden große Events in München, Berlin und vielen anderen Städten Deutschlands statt.

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