4. April – UN Landminentag: Minen und Streubomben töten und verletzen Menschen – Jeden Tag!


Fast 6.000.000 m2 wurden alleine 2013 von SODI in Laos und Vietnam von Minen und Streubomben befreit. Außerdem fordert die Organisation ein Verbot von Investitionen in Streubomben und mehr Engagement der deutschen Bundesregierung.


© SODI

(04.04.2015)

Am 4. April 2015 ist der Internationale Tag zur Aufklärung über Minengefahr. In zahlreichen Ländern sind Unfälle mit Minen und Streubomben immer noch an der Tagesordnung. Besonders die Zivilbevölkerung leidet noch Jahrzehnte nach Kriegen und Konflikten unter den explosiven Überbleibseln.

Fast 6.000.000 m2 wurden alleine 2013 von SODI in Laos und Vietnam von Minen und Streubomben befreit.

Obwohl 2013 weniger Menschen durch Landminen und Streubomben getötet oder verletzt wurden als in jedem anderen Jahr zuvor (Landmine and Cluster Munition Monitor 2014), starben im Durchschnitt neun Menschen pro Tag durch die explosiven Überbleibsel. Fast die Hälfte der Betroffenen waren Kinder.

„Explosive Investitionen“ verbieten
SODI fordert ein noch stärkeres Engagement der deutschen Regierung für die Unterstützung der Opfer und die Räumung von Minen und Blindgängern in betroffenen Ländern.

Auch ein Verbot von Investitionen deutscher Geldinstitute in die Produzenten von Streumunition in anderen Ländern ist dringend notwendig. Noch immer sind deutsche Finanzinstitute wie die Deutsche Bank, die Allianz oder Siemens Financial Services auf der Schwarzen Liste von Unternehmen, die Investitionen in Streubombenhersteller tätigen. Laut einen Bericht von PAX  haben zwischen Juni 2011 und September 2014 151 Finanzinstitute 27 Milliarden Dollar in Firmen investiert, die Streumunition produzieren.
(Zur Publikation, PDF)

Kriegsfolgen überwinden
Von 1998-2013 hat SODI in Vietnam ein Integriertes Programm realisiert, welches die humanitäre Kampfmittelräumung mit Entwicklungsprojekten verbindet. Von 2009-2013 wurde dieser erfolgreiche Programmansatz auch in Laos umgesetzt.

Fast 6.000.000 m2 wurden alleine 2013 von SODI in Laos und Vietnam von Minen und Streubomben befreit. Die geräumten Flächen können heute wieder gefahrlos genutzt werden. Auf von Minen und Blindgängern befreiten Flächen bauen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen Früchte und Gemüse an.
In Zusammenarbeit mit der lokalen Gemeindeverwaltung und der lokalen Partnerorganisation HueFO* unterstützt SODI heute die lokale Bevölkerung, die von Minen befreiten, ertragsarmen Sandböden für die Landwirtschaft zu nutzen, indem sie lernen, welche Tier- und Pflanzenarten am besten an die Sandböden angepasst sind. Mehr über das Projekt erfahren Sie hier.

Quelle: www.sodi.de

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