40 Tote bei Kämpfen zwischen Armee und Rebellen (Sri Lanka)


Colombo - Bei Gefechten in Sri Lanka sind nach Armeeangaben mindestens 32 tamilische Aufständische und acht Soldaten getötet worden. Die Streitkräfte teilten am Dienstag mit, im Norden der Insel habe die Armee Stellungen der "Befreiungstiger von Tamil Eelam" (LTTE) angegriffen. Dabei seien die 32 Aufständischen und ein Soldat ums Leben gekommen. Im Osten hätten LTTE-Kämpfer einen Posten der Armee in einem Naturpark angegriffen. Sechs Soldaten seien getötet worden. Ein weiterer Soldat sei bei der Explosion einer von der LTTE gelegten Mine gestorben, als er die Leichen seiner Kameraden bergen wollte.


(16.10.2007)

In dem Konflikt kamen seit 1983 fast 70.000 Menschen ums Leben. Ein 2002 geschlossener Waffenstillstand existiert nur noch auf dem Papier, nachdem die Kämpfe im Vorjahr wieder aufflammten. Im früheren Ceylon, das zunächst von den Portugiesen, dann den Niederländern und ab Ende des 18. Jahrhunderts schließlich von den Briten kolonisiert wurde, stellen die großteils buddhistischen Singhalesen mit mehr als 70 Prozent die größte Volksgruppe. Die mehrheitlich hinduistischen Tamilen sind mit 18 Prozent die größte Minderheit. Die im 19. Jahrhundert zugewanderten Indien- oder Kandy-Tamilen wurden von den Briten während der Kolonialzeit vor allem als Arbeitskräfte auf den Tee-Plantagen beschäftigt, während die Ceylon-Tamilen von den Kolonialherren vor allem in der Verwaltung eingesetzt und dabei gegenüber den Singhalesen bevorzugt wurden. Nach der Unabhängigkeit des Landes von Großbritannien 1948 führte dies zu starken Antipathien zwischen diesen beiden Bevölkerungsgruppen.

Von: derstandard.at

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