Afghanistan: Terroristen morden Beamte, Nato tötet Zivilisten (Afghanistan)


KABUL, 6. November (RIA Novosti). Regierungsfeindliche Kämpfer in Afghanistan haben am gestrigen Mittwoch die Attentate auf Beamte und Angriffe auf die Sicherheitskräfte fortgesetzt, berichtet ein RIA-Novosti-Korrespondent.


(06.11.2008)

Nach Angaben der afghanischen Sicherheitsbehörden blieb Monschi Abdul Majid, Gouverneur der Provinz Badachschan, wie durch ein Wunder am Leben, als sein Autokonvoi in die Luft gesprengt wurde. Zwei Leibwächter wurden jedoch getötet.

In der Stadt Kunduz im Norden des Landes gab es Anschlagversuche von Selbstmordterroristen auf das Gebäude des Gouverneurs.

In der östlichen Provinz Kunar an der Grenze zu Pakistan wurden fünf Rebellen während einer Militäroperation getötet. In der Provinz Logar fuhr ein Polizeiwagen auf eine Mine. Vier Polizisten kamen ums Leben.

Im Kreis Nadi-Ali in der südlichen Provinz Gilmend vernichteten Taliban-Kämpfer vier Lastkraftwagen mit Baumwolle. Als Antwort führten die afghanischen Sicherheitskräfte mit Unterstützung der Nato-geführten Schutztruppe (ISAF) in den Kreisen Nadi-Ali und Sangin eine Reihe von Operationen durch, bei denen insgesamt 14 regierungsfeindliche Kämpfer getötet wurden.

Das US-Kommando gab indes am Donnerstag den Beginn von Ermittlungen zu einem Zwischenfall im Kreis Schachwalikot in der südlichen Provinz Kandahar bekannt, wo NATO-Kampfjets am Dienstag Angriffe flogen. Bei der Bombardierung kamen 95 friedliche Einwohner ums Leben und weitere 50 wurden verletzt.

Der afghanische Präsident Hamid Karzai ging am Vortag in Kabul auf die Ereignisse in Schachwalikot ein und bat die nächste US-Administration unter dem frisch gewählten Präsidenten Barack Obama nachdrücklich, den Kampf gegen den Terrorismus außerhalb Afghanistans zu führen.

Von: 06.11.2008 http://de.rian.ru/

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