Afghanistan: Viele Tote bei Anschlag auf Minibus


Die Fahrt in einem Minibus wurde in Afghanistan für 22 Menschen zur tödlichen Falle: Bei einem Anschlag auf das Fahrzeug kamen in der Provinz Herat alle Insassen ums Leben. Wenig später starb eine Frau durch eine weitere Sprengfalle.


(18.08.2011)

Kabul - Bei einem Doppelanschlag in der westafghanischen Provinz Herat sind am Donnerstag mindestens 23 Zivilisten getötet und acht weitere verletzt worden. Der Sprecher der Provinzregierung, Mohiuddin Nori, sagte, bei der ersten Detonation im Distrikt Obay seien alle 22 Insassen eines Minibusses ums Leben gekommen, darunter auch Frauen und Kinder.

Ungefähr zur selben Zeit sei im selben Bezirk ein Lastwagen in eine weitere Sprengfalle geraten. Dabei seien neun Menschen verletzt worden. Eine verletzte Frau sei später im Krankenhaus gestorben. Ein Taliban-Sprecher dementierte jede Beteiligung der Aufständischen an den beiden Anschlägen.

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen US-Stützpunkt in der südostafghanischen Stadt Gardes wurden am Donnerstag nach offiziellen Angaben zwei afghanische Wachmänner getötet. Der Sprecher der Regierung der Provinz Paktia, Rohullah Samun, sagte, sieben weitere Mitarbeiter einer privaten afghanischen Sicherheitsfirma seien verletzt worden. Der Selbstmordattentäter habe sich vor dem Stützpunkt in der Provinzhauptstadt in die Luft gesprengt.

Ein Sprecher der Internationalen Schutztruppe Isaf sagte, ausländische und afghanische Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen. Dem Attentäter sei es nicht gelungen, in die Basis einzudringen. Den äußeren Sicherungsring um Isaf-Stützpunkte bilden oftmals Mitarbeiter privater afghanischer Sicherheitsfirmen.

Die Isaf teilte am Donnerstag mit, bei einem Gefecht in der ostafghanischen Provinz Nangarhar seien am Vortag zahlreiche Aufständische getötet worden. Sie hätten afghanische und ausländische Soldaten mit Panzerfäusten, Maschinengewehren und Schnellfeuergewehren angegriffen. Die Truppen hätten das Feuer erwidert. Zwei Aufständische seien gefangen genommen

hen/dpa

Quelle: spiegel.de


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