Afghanistan: Zehn Tote bei Anschlägen


Bei neuen Angriffen der radikalislamischen Taliban sind in Afghanistan mindestens zehn Menschen getötet worden.


(09.03.2014)

Der schwerste Zwischenfall mit sechs Toten ereignete sich in den Außenbezirken der östlichen Stadt Mehtarlam, wo Streitkräfte am Samstag eine Landmine entschärfen wollten. Diese sei aus technischen Gründen explodiert und habe vier Soldaten sowie zwei Polizisten getötet, sagte ein Sprecher des Gouverneurs der Provinz Laghman. Ein weiterer Soldat sowie ein Polizist seien verwundet worden.

Zuvor war ein hoher Verwaltungsmitarbeiter einem Attentat in der benachbarten Provinz Nangarhar zum Opfer gefallen. «Der Vorfall ereignete sich am frühen Morgen in der Stadt Dschalalabad. Dabei wurde der Bezirksgouverneur von Nasijan, Noor Agha Kamran, getötet», sagte ein Polizeisprecher. Bei dem Anschlag seien die beiden Leibwächter Karmans sowie vier Passanten verletzt worden. Die Bombe sei im Fahrzeug des Gouverneurs versteckt gewesen, sagte der Polizeisprecher. Die Taliban bekannten sich zu beiden Anschlägen.

Im Westen Afghanistans töteten Taliban-Kämpfer drei Lehrer und entführten einen weiteren. Die Opfer seien am Samstagabend nach einem Seminar in der Provinzhauptstadt Chaghcharan auf dem Weg nach Hause gewesen, sagte ein Sprecher des Gouverneurs der Provinz Ghor. Die Taliban hätten wahrscheinlich auf die Lehrer gewartet und drei von ihnen sofort getötet. Der vierte Mann sei an einen unbekannten Ort verschleppt worden.

Quelle: Greenpeace Magazin >>>

<<< zurück zu: News