Am Abend war der Spuk vorbei (Deutschland)


Erleichterung in Schwenningen. Zwei Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes entschärften gestern Abend eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.


(17.06.2008)

Gefunden wurde sie auf dem ehemaligen Bahngelände, das derzeit für die Landesgartenschau 2010 aufwändig umgestaltet wird. bergehend evakuiert werden.Es warZahlreiche Anwohner mussten vorü gestern um 9.30 Uhr, als die 250-Kilo-Bombe von einem Beobachter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes entdeckt wurde. Ein Bagger, der das künftige Bachbett des Neckars anlegte, war auf den Blindgänger gestoßen. Darauf hin wurden die Bauarbeiten auf der größten Baustelle der Doppelstadt umgehend eingestellt und das Gelände abgesichert.

Um 11 Uhr waren weitere Männer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes aus Stuttgart vor Ort und trafen Sicherheitsvorkehrungen. Über den Sprengkörper wurde ein schwerer stählerner Container gestülpt und mit Sandsäcken abgedeckt. Ein Krisenstab entschied, die Bombe noch am gleichen Abend zu entschärfen.Dazu wurden ab 18 Uhr die Anlieger im Umkreis von hundert Meter sicherheitshalber evakuiert. Zahlreiche Menschen mussten ihre Wohnungen und Häuser im Stadtzentrum verlassen.

Dann stiegen zwei Bombenexperten in den Container und schraubten den mechanischen Zünder ab. Um 20.45 Uhr war der Spuk vorbei. Der entschärfte Sprengkörper wurde mit einem Spezialfahrzeug abtransportiert.Die Verantwortlichen der Stadt hatten sich auf dieses Szenario schon vor Monaten vorbereitet. Das Gelände, auf dem in zwei Jahren Blumen der Landesgartenschau blühen und der aus seiner unterirdischen Verdohlung ans Tageslicht geholte Neckar plätschern wird, liegt in Bahnhofsnähe in Schwenningen.

Das Bahngelände war Ende des Zweiten Weltkriegs mehrfach Angriffsziel amerikanischer Bomberverbände. Die Verantwortlichen schließen nicht aus, dass auf diesem Grund noch weitere "Blindgänger" gefunden werden.

Von: 18.06.2008, www.suedkurier.de

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