Bei einer Explosion in Sri Lanka kommen fünf Menschen ums Leben


COLOMBO - Bei der Explosion einer Landmine in Sri Lanka sind gemäss der Rebellenorganisation Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Mine sei unter einem Krankenwagen hochgegangen und habe einen Arzt, dessen Ehefrau sowie zwei Krankenschwestern und den Fahrer getötet.


(09.08.2006)

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der LTTE im Norden der Insel. Die LTTE warf der sri-lankischen Armee vor, die Mine gelegt zu haben. Diese hatte nach eigenen Angaben zunächst keine Informationen über den Vorfall.

Die LTTE kritisierten, der Angriff auf den Krankenwagen sei erfolgt, nachdem die Rebellen nur Stunden zuvor eine lange umkämpfte Schleuse aus "humanitären Gründen" wieder geöffnet hätten. Man erwarte von der Regierung nun ein Entgegenkommen und keine Angriffe.

Die Armee wertete das Ende der Blockade als einen Erfolg ihrer militärischen Offensive gegen die LTTE. Gleichzeitig forderte das Militär die Rebellen dazu auf, die Kontrolle über die Schleuse wieder der Regierung zu überlassen und sich vollständig aus dem Gebiet zurückzuziehen.

Über ein Ende der Militäroffensive sei noch nicht entschieden worden, sagte ein ranghoher Armeevertreter. Am frühen Morgen feuerte das Militär erneut Raketen auf vermutete Stellungen der LTTE in der Umgebung. Am Vorabend hatten die Rebellen noch erklärt, keine Vergeltungsschläge mehr auszuüben.

Das Schliessen der Schleuse durch die Rebellen vor knapp drei Wochen hatte die schwersten Kämpfe zwischen der LTTE und der Armee seit dem Waffenstillstandsabkommen Anfang 2002 ausgelöst. Von dem Wasserreservoir sind tausende singhalesische Siedler im Regierungsgebiet abhängig.

Von: 09.08.2006, www.swissinfo.org

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