Belgien erlässt als erstes Land Streubomben-Verbot (Belgien)


Brüssel. SDA/baz. Als erstes Land in der Welt hat Belgien ein Verbot der Streubomben eingeführt. Mit überwältigender Mehrheit verabschiedete die Abgeordneten einen Gesetzesentwurf, der künftig Produktion, Lagerung, Einsatz und Handel mit den sogenannten Cluster Bombs verbietet.


(16.02.2006)

Für das Gesetz stimmten 112 Abgeordnete bei zwei Gegenstimmen und 22 Enthaltungen. Der Senat hatte bereits im Juli den Bann befürwortet. Eine Clusterbombe besteht aus zahlreichen kleinen Sprengkörpern. Diese sind entweder Mini-Splitterbomben oder Minen.


Die Clusterbombe detoniert in der Luft und verteilt ihre Sprengkörper über ein weites Gebiet. Bis zu einem Drittel der Munition detoniert nicht sofort, sondern bleibt über lange Zeit scharf.

Sie stellen somit auch nach dem Krieg noch eine anhaltende Gefahr für die Bevölkerung dar. Allein die USA haben Schätzungen zufolge rund eine Milliarde Streubomben in ihrem Arsenal.
Regierungsunabhängige Organisationen wie Human Rights Watch und Handicap International setzen sich schon seit längerem intensiv für eine weltweite Ächtung der Clusterbomben ein. Sie begrüssten den Entscheid des belgischen Parlaments.

Von: 16.2.2006 Basler Zeitung

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