Der "Broken Chair" steht wieder vor dem UNO-Gebäude in Genf


Der "Broken Chair" (beschädigter Stuhl), Symbol der Opfer der Antipersonenminen, steht wieder an seinem gewohnten Platz vor dem Eingang zum UNO-Sitz in Genf. Die Skulptur musste im März 2005 wegen der Neugestalung des Platzes demontiert werden.


(25.02.2007)

"Dieser Stuhl ist ein lebendes Symbol des Engagements der Zivilgesellschaft gegen Minen", sagte Cornelia Somaruga, Präsident des Internationalen Zentrums für Minenräumung. Er erinnerte an die starke Anziehungskraft der Skulptur, die das Wahrzeichen des internationalen Genfs geworden ist.

Handicap International, Besitzerin des berühmten zwölf Meter hohen Stuhls mit abgeschnittenem Bein, freute sich ebenfalls über die Rückkehr Kunstwerks. Die Wiederinstallation war nicht ohne Widerstand verlaufen. Einige Stimmen innerhalb der UNO hatten dagegen angekämpft.

Die Rückkehr des "Broken Chairs" gehe einher mit dem 10-jährigen Jubiläum der Konvention von Ottawa, welche Antipersonenminen verbietet, betonte Handicap International.

Zugleich folgt sie wenige Tage auf die Konferenz in Oslo gegen den Gebrauch von Bomben mit Streumunition. Nach Angaben von Handicap International fordert Streumunition genau so viele zivile Opfer wie Minen.

Das Werk "Broken Chair" des Künstlers Daniel Berset wurde im August 1997 auf dem Platz vor dem UNO-Gebäude in Genf errichtet. Die Skulptur besteht aus 5,5 Tonnen Holz.

Von: 26.02.2007 de.bluewin.ch sda

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