Ein Jahr Konflikt im Jemen: Immer noch Einsatz von Streumunition


Die von Saudi-Arabien geführten Koalitionsstreitkräfte setzen seit einem Jahr international geächtete Streumunition im Jemen ein – Teile davon kommen aus US-amerikanischer, britischer und brasilianischer Produktion. Fast alle bisher bestätigten Opfer sind Zivilisten.


Bushra wurde bei einer Bombadierung in Sana'a am Bein verletzt © Handicap International

(28.03.2016)

In dieser Woche jährt sich der Beginn des Einsatzes von Streumunition im Jemen durch Koalitionsstreitkräfte arabischer Staaten unter der Führung Saudi-Arabiens. Mitglieder der Koalition sind Bahrain, Ägypten, Jordanien, Kuwait, Marokko, Katar, Sudan und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Am 23. März verurteilte Megan Burke, Direktorin der International Campaign to Ban Landmines-Cluster Munition Coalition, auf einer Pressekonferenz zum Jemen organisiert von Human Rights Watch im Rahmen der UN in New York den Einsatz von Streubomben und appellierte an die Koalitionsstreitkräfte diesen sofort einzustellen. Burke rief ebenfalls den UN Sicherheitsrat dazu auf, auf diese besorgniserregenden Ereignisse zu reagieren und eine Untersuchung anzuordnen – so wie es bereits bezüglich des Streubomben-Einsatzes im Südsudan und dem Sudan geschehen ist.

Es ist bekannt, dass Mitglieder der Koalition wie Saudi Arabien, Bahrain, Ägypten, Marokko und die Vereinigten Arabischen Emirate Streumunition, die im Jemen zum Einsatz kam, gelagert haben. Außerdem haben die USA und Brasilien Streumunition an Mitglieder der Koalition geliefert.

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