Es gibt noch viel zu tun!


Anlässlich des Internationalen Anti-Minen-Tages erinnern die UN an die Gefahr durch Minen. Die Leser des Greenpeace Magazins haben bereits einiges bewegt.


Museja Aganaiia aus Uganda verlor sein Bein an eine Landmine. (c) Till Mayer / Handicap International

(04.04.2013)

Denis Kovacevic war gerade mal 14 Jahre alt, als ihm eine Mine den rechten Fuß wegriss. In Ausgabe 1.12 berichtete das Greenpeace Magazin über den Bosnier, der 1995 bei einem Minenunfall einen Fuß verlor und heute als Orthopädiemechaniker anderen Opfern hilft.

Jedes Jahr kommen laut Schätzungen der UN 4.000 Menschen durch Minen zu Tode. Anlässlich der erschreckenden Zahlen erinnern die Vereinten Nationen jährlich am 4. April an die Gefahr, die von Minen ausgeht. Der Internationale Anti-Minen-Tag soll aber auch die Erfolge im Kampf gegen die Sprengkörper vor Augen führen. 1999 trat mit der Ottawa-Konvention ein internationales Verbot des Einsatzes, der Lagerung, der Herstellung und der Weitergabe von Antipersonenminen in Kraft. Rund 40 Millionen Minen konnten bis zum heutigen Tage erfolgreich zerstört werden.

Dennoch besteht großer Nachholbedarf, besonders in krisengeplagten Ländern wie Somalia, dem Kongo, Laos, Kambodscha, dem Irak und Afghanistan. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sprach in seiner Rede anlässlich des Anti-Minen-Tages von „einer Aufgabe von entscheidender Wichtigkeit“.

Denis Kovacevic kann heute unbesorgt mit seinen beiden Söhnen in der Umgebung seines Hauses spielen. Das 5.500 Quadratmeter große Minenfeld in Pecigrad wurde 2011 geräumt. Ermöglicht haben das die Leser des Greenpeace Magazins. Im Jahr 2000 hatte das Greenpeace Magazin die Idee, Minenräumen als Abo-Prämie anzubieten. Der Deal: Für jedes neue Geschenkabo können unsere Leser sechs Quadratmeter eines Minenfeldes in Bosnien räumen lassen. So konnten innerhalb von zehn Jahren mehr als 120.000 Euro gesammelt und 600.000 Quadratmeter geräumt werden. 

MEIKE OSTERCHRIST

Quelle: Greenpeace Magazin

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