Frankreich vernichtet letzte Streumunition


Während im Jemen und in Syrien wieder vermehrt Streubomben eingesetzt werden, vernichtet Frankreich seine letzten Lagerbestände – zwei Jahre früher als von der Oslo-Konvention verlangt.


(02.07.2016)

Die französischen Streitkräfte haben ihre Bestände an Streumunition vollständig vernichtet. Diese Munition habe "besonders schwere Konsequenzen für die Zivilbevölkerung", hiess es in einer Erklärung am Donnerstagabend in Paris.

"Frankreich verurteilt ihren Einsatz scharf", schrieben das Aussen- und das Verteidigungsministerium gemeinsam. Die Vernichtung der Bestände erfolgte zwei Jahre vor Ablauf der Frist, die in der so genannten Oslo-Konvention von 2008 festgelegt wurde.

Darin verpflichteten sich die inzwischen mehr als hundert Unterzeichnerländer, auf die Nutzung, die Produktion, die Weitergabe und die Lagerung von Streumunition zu verzichten. Nicht unterzeichnet wurde die Konvention bislang von Militärmächten wie den USA, Russland, China und Israel.

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