Fundmunition explodiert: ein Schwerverletzter (Deutschland)


Unsachgemäßer Umgang mit einer Kriegsgranate führt zur Detonation


(28.03.2007)

EUROPATICKER Umweltruf: Waffen- und Sprengstoffspezialisten des Saarländischen Landeskriminalamtes übernehmen nach einer Geschossexplosion die Ermittlungen. Der Detonation ging offenbar eine unerlaubte und unsachgemäße Bearbeitung des Geschosses, das aus dem 2. Weltkrieg stammt, voraus. Hinter seinem Anwesen wird dem 52 Jahre alten und alleinstehenden Geschädigten durch die Wucht der Umsetzung die linke Hand abgerissen. Der Notarzt versorgt den Mann und liefert ihn in eine Saarbrücker Klinik ein.

Nach den bisherigen Erkenntnissen suchte und barg der 52 Jahre alte Geschädigte in der Vergangenheit Kriegsmunition. Dabei setzt er auch einen Metalldetektor ein, mit dessen Hilfe er das Erdreich nach verstecktem Kriegsgerät absucht. Auf diese Weise ist er wohl auch in den Besitz des Unglücksgeschosses gekommen. Im Rahmen von Restaurierungsarbeiten hantiert er auch mit einem Schraubenzieher im Innern seines Fundstückes, das etwa 15 cm lang und 5 cm dick ist. Dabei kommt möglicherweise die Treibladung zur Umsetzung. Die Sprengkraft und umherfliegende Geschossteile trennen dem Mann die linke Hand ab.

Die Experten für Waffen- und Sprengstoffdelikte des Landeskriminalamtes warnen vor dem Hintergrund dieses Vorfalles erneut vor solchen Bodenfunden. Sie gehören nicht in Häuser und nicht in die Hände von Sachunkundigen. Die fatalen Folgen dieser Detonation waren nur durch glückliche Umstände so gering geblieben. Bei der Hausdurchsuchung finden die Ermittler des Landeskriminalamtes noch einen ganzen Wäschekorb voller Fundmunition aus den Weltkriegen.

Von: 28.03.2007 pressemitteilung.ws

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