Gewaltige Explosion: Tote bei Munitionslager- Explosion in Slowakei


Bei der Explosion eines Munitionslagers in der Slowakei sind am Freitag mindestens drei Arbeiter ums Leben gekommen.


(02.03.2007)

Rund 50 Menschen wurden verletzt, fünf von ihnen schwer. Das teilte der Sprecher des slowakischen Verteidigungsministeriums am Abend mit. Fünf Arbeiter werden noch vermisst. Die Wucht der Explosion richtete auch noch in mehreren Kilometer weit entfernten Gemeinden Schäden an.

Das Munitionslager in der Stadt Novaky - 160 Kilometer östlich der Hauptstadt Bratislava - gehört zu einem Betrieb, der für die slowakische Armee Antipanzerminen, Raketensysteme und Munition entschärft und entsorgt.

In umliegenden Gemeinden wurden Fensterscheiben zerstört, es kam zu zahlreichen Stromausfällen und Telefonstörungen. Rauchende Trümmer sollen laut Zeugenaussagen noch in bis zu sieben Kilometern Entfernung verstreut gewesen sein. Sogar an mehr als zehn Kilometer entfernten Gebäuden wurden Fassadenschäden durch Erschütterungen gemeldet. Wie Augenzeugen dem TV-Sender TA3 berichteten, seien drei Detonationen zu hören gewesen. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

Die Polizei sperrte die Umgebung des Betriebsgeländes im weiten Umkreis ab. Ein Fabrikgebäude wurde durch die Explosion am Nachmittag völlig zerstört. Vor dem NATO-Beitritt der Slowakei wurden dort in den 90er Jahren unter anderem sowjetische SS-23-Raketen vernichtet. Am Freitag wurde ein Krisenstab eingerichtet. Verteidigungsminister Frantisek Kasicky, Innenminister Robert Kalinak und Ministerpräsident Robert Fico nahmen am Abend an den Beratungen teil.

Von: 03.03.2007 www.krone.at

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