Hunderte Streubomben in Serbien nach NATO-Angriff (Serbien)


Zehn Jahre nach Ende der Luftangriffe der NATO auf Serbien liegen in dem Balkanstaat noch immer hunderte nicht detonierte Streubomben.


(09.03.2009)

BELGRAD - Auf serbischem Boden lägen noch mehr als 2500 scharfe Sprengsätze dieser Art, erklärte das Anti-Streubomben-Bündnis CMC am Dienstag in der serbischen Hauptstadt Belgrad. Die Blindgänger gefährdeten eine Dekade nach Ende des Kriegs noch immer tausende Menschenleben. Während der NATO-Luftschläge gegen Serbien von März bis Juni 1999 warfen die NATO-Streitkräfte laut CMC mindestens 37.000 Streubomben über dem Land ab.

Die NATO-Angriffe sollten ein Ende der Unterdrückung der albanischstämmigen Bevölkerung in der damals noch serbischen Provinz Kosovo erzwingen. Die CMC forderte Serbien zudem auf, ein internationales Streubombenverbot zu unterzeichnen, dem sich bereits fast 100 Länder angeschlossen haben.

Streubomben zählen zu den gefährlichsten Waffenarten: Sie enthalten eine Vielzahl kleinerer Bomben, die sich in der Luft über einer riesigen Fläche ausbreiten. Viele dieser Miniatur-Sprengsätze gehen beim Aufprall auf dem Erdboden nicht sofort hoch, sondern liegen jahrelang als unentdeckte Gefahr im Gelände. Sie explodieren bei der geringsten Berührung. (AFP/red.)

Von: 10.03.2009, www.dasjournal.net

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