Mosambiks Präsident ordnet nach Explosion Untersuchung ein (Mosambik)


Johannesburg/Maputo (dpa) Nach der schweren Explosion in einem der größten Munitionsdepots Mosambiks hat Präsident Armando Guebuza die Einsetzung einer unabhängigen Untersuchungskommission angeordnet. Innerhalb von zwei Wochen soll sie ihre Ergebnisse vorlegen, teilte die Regierung am Samstag mit.


(24.03.2007)

Südafrika hat ein Expertenteam geschickt, um bei der Untersuchung zu helfen. Für rund 600 in Maputo obdachlos gewordene Menschen soll eine Zeltstadt errichtet werden. Die offizielle Opferbilanz lag bei 96 Toten und rund 400 Verletzten, davon 42 in kritischem Zustand. Unklar ist weiter, ob auch Ausländer unter den Opfern sind.
Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF warnte davor, nicht explodierte Munition in den Straßen zu berühren. Sie stelle vor allem für Kinder eine Gefahr dar. Insgesamt sind mehr als 300 Soldaten unterwegs, um die kilometerweit versprengten Munitions- und Waffenteile einzusammeln. Die Regierung hat eine dreitägige Staatstrauer angekündigt und zu Blutspenden aufgerufen. Landesweit sind die Flaggen auf halbmast gesetzt worden.
Die stundenlangen Explosionen von Bomben, Minen und Raketen am Donnerstagabend hatte Panik unter der Bevölkerung ausgelöst und tausende Menschen auf die Straßen getrieben. Zahlreiche Geschosse landeten in Wohngebieten und richteten schwere Schäden an. Als Ursache machten Regierungsmitglieder hohe Temperaturen aus, die in dem Depot einen Brand ausgelöst haben. Ihre Darstellung wurde jedoch von der Opposition in Frage gestellt. Diese geht von grober Fahrlässigkeit aus, die zu der verheerenden Explosion geführt hat.

Von: 25.03.2007 www.moz.de

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