Panzermine aus Bach "gefischt" - verrostetes Fundstück entpuppte sich als Tellermine (Deutschland)


Korbach (ots) - Bei einem Spaziergang mit vier Freunden und Bekannten sowie seinem Hund entdeckte ein 20-jähriger aus dem Bad Arolser Stadtteil Wetterburg am Sonntag gegen 16.30 Uhr im Bachlauf der Aar einen metallischen, stark angerosteten Gegenstand.


(27.04.2008)

Der Wetterburger "fischte" den Fund aus dem Wasser, der sich zu aller Überraschung als eine Tellermine entpuppte. Der Finder meldete sofort über Handy den brisanten Fund bei der Polizei in Bad Arolsen. Die Beamten sicherten anschließend den Fundort, bis der von ihnen verständigte Kampfmittelräumdienst kurz nach 20.00 Uhr aus Südhessen angereist war. Die Munitions- und Sprengstoffexperten erkannten, dass es sich um eine deutsche Panzermine aus dem 2. Weltkrieg handelte. Wie und wann die Tellermine im Wasser der Aar unterhalb der Wetterburg in der Nähe einer Brücke landete, vermag niemand mehr zu sagen. Vermutlich wurde sie noch in den Kriegswirren in der Aar "entsorgt".

Da die Panzermine durch die lange Liegezeit im Wasser keine Brisanz mehr besaß, konnten die Fachleute sie entsprechend verpackt zur endgültigen Vernichtung abtransportieren. Die Mine wird nun kontrolliert gesprengt. Der zuständige Fachmann des Kampfmittelräumdienstes betonte: "Jeglicher Munitionsfund ist nicht handhabungssicher, sodass man sich und Dritte durch Berührung in unnötige Lebensgefahr bringt!" Er rät jedem davon ab, solche Funde anzufassen und schon gar nicht aufzuheben. Die Verständigung der Polizei ist der einzige und richtige Weg im Umgang mit solchen brisanten Funden.

Polizeipräsidium Nordhessen
E-Mail: pp-poea-korbach-ast.ppnh@polizei.hessen.de
www.polizei.hessen.de

Von: 28.4.2008, www.presseportal.de

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