Paraguay ratifiziert Streubombenverbot als 91. Staat


Mit der Ratifikation des Streubombenverbots durch Paraguay ist ein wichtiger Schritt in Richtung streubombenfreies Südamerika geschafft - nun fehlt nur noch Kolumbien (Auf Englisch)


Die Vertreter Paraguays unterschreiben den Vertrag. © Gunnar Mjaugedal/catchlight.no

(25.03.2015)

Paraguay wird 91. Vertragsstaat des Streubombenverbotsvertrags. Am 12. März 2015 ratifizierte Paraguay das Verbot. Es tritt am 1. September 2015 in Kraft.

Nach der Ratifizierung des Verbots durch Paraguay hofft die Cluster Munition Coalition nun auf weitere Länder aus Leteinamerika und der Karibik, die Paraguay folgen und sich gegen Streumunition entscheiden.

"Paraguay Ratifizierung bringt Lateinamerika einen Schritt näher in Richtung einer streumunitionfreien Region", sagte Hector Guerra, Vertreter der Cluster Munition Coalition in Mexiko. "Lateinamerika ist nur frei von diesen verheerend wirkenden Waffen, wenn Kolumbien den Vertrag ratifiziert und Argentinien, Brasilien, Kuba und Venezuela ihm beitreten.", fügte er hinzu.

Paraguay setzt weder Streumunition ein, noch wird sie im Land produziert, transferiert oder gelagert.

Paraguay nahm am Oslo-Prozess teil, um das Übereinkommen zu entwickeln - was auch die Verhandlungen im Mai 2008 betraf. Paraguay war einer von vielen lateinamerikanischen Staaten, der auf eine möglichst strikte und starke Konvention gedrängt hatte. Am 3. Dezember 2008 unterzeichnete das Land das Übereinkommen.

Nach der Ratifizierung duch Paraguay ist Kolumbien das einzige Land in Lateinamerika, das das Verbot noch ratifizieren muss. Argentinien, Brasilien, Kuba und Venezuela haben das Übereinkommen bislang noch nicht unterzeichnet.

Paraguay ist das dritte Land im Jahr 2015 - nach Palästina und Kanada - das dem weltweiten Vertrag beitritt. Die Cluster Munition Coalition unterstützt die Forderung der Regierung Costa Ricas, bis September 2015 etwa 100 Vetragsstaaten mobilisiert zu haben. Dann findet die erste Überprüfungskonfernez der Konevntion in Dubrovnik, Kroatien, statt.

Bis heute sind 116 Staaten dem Übereinkommen beigetretn, davon sind 91 Vertragsparteien - die restlichen 25 Unterzeichner müssen das Übereinkommen noch ratifizieren.

<<< zurück zu: News