PRESSEMITTEILUNG - TV-Kommissarin Ulrike Folkerts und Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel gemeinsam gegen Landminen und Streubomben


kumenische FriedensDekade überreicht 10.000 Unterschriften an das Aktionsbündnis Landmine.de.


(30.03.2007)

Berlin (13.3.2007- Sperrfrist 14:00). In weniger als drei Monaten hat die Ökumenische FriedensDekade über 10.000 Unterschriften gegen Landminen und Streubomben gesammelt. Die Unterschriftenlisten wurden heute in Berlin von Sebastian Krumbiegel, Sänger bei den Prinzen, einer der bekanntesten deutschen Popbands, und dem Geschäftsführer der Ökumenischen FriedensDekade, Jan Gildemeister, an das Aktionsbündnis Landmine.de übergeben. Sebastian Krumbiegel hat in diesem Jahr die Schirmherrschaft für die Ökumenische FriedensDekade übernommen. Ulrike Folkerts, die beliebte Tatort-Kommissarin, nahm die Unterschriftenlisten in ihrer Funktion als Schirmherrin der Landminen-Kampagne entgegen.

"Diese Unterstützung durch die Ökumenische FriedensDekade ist eine große Hilfe, dem Ziel der Sammlung von 1 Million Unterschriften gegen Landminen und Streubomben näher zu kommen", sagt Thomas Küchenmeister vom Aktionsbündnis Landmine.de. Mit den Unterschriften der FriedensDekade liegt die Anzahl der gesammelten Unterschriften jetzt bei über 900.000. "Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, jetzt mitzuhelfen und sich an der Unterschriftenaktion zu beteiligen, damit 1 Million Unterschriften erreicht werden", waren sich Ulrike Folkerts und Sebastian Krumbiegel einig. "Damit können wir ein wichtiges politisches Signal setzen, damit das Morden und Verstümmeln durch Landminen endlich ein Ende haben", so die Schauspielerin und der Musiker.

Im Rahmen der Ökumenischen Friedensdekade, an der sich jeweils im November jeden Jahres vor dem Buß- und Bettag über 2.000 Kirchengemeinden und Aktionsgruppen in Gottesdiensten, Friedensgebeten und Informationsveranstaltungen mit Fragen von Frieden und Gerechtigkeit beschäftigen, war im vergangenen Jahr zur Unterstützung der Unterschriftenaktion "1 Million Unterschriften für das Verbot aller Landminen" aufgerufen worden. Am 3. Dezember diesen Jahres, dem 10. Jahrestag des Verbots von Anti-Personenminen (Ottawa-Konvention), will das Aktionsbündnis Landmine.de 1 Million Unterschriften an die Bundesregierung übergeben.

Sebastian Krumbiegel und Ulrike Folkerts unterstützen mit dieser Aktion die fünf Forderungen der 17 im Aktionsbündnis Landmine.de zusammengeschlossenen deutschen Hilfsorganisationen, darunter Misereror, Brot für die Welt, die Kindernothilfe und EIRENE-International. Die Bundesregierung wird darin aufgefordert, ein eindeutiges und vollständiges Verbot aller Landminen und Streuwaffen (Streumunition) zu beschließen und dieses auch umzusetzen. Zudem fordern sie, dass mehr finanzielle Mittel für Minen- und Blindgängerräumung sowie Opferhilfe bereitgestellt werden.

Seit 1999 sind Antipersonenminen völkerrechtlich geächtet, während Antifahrzeugminen noch keinem eindeutigen Verbot unterliegen, obwohl auch sie von Personen ausgelöst werden können und diese töten und verletzen. Weltweit bleiben noch ca. 100 Mio. Minen zu räumen. 300 Mio. Landminen befinden sich noch in Militärdepots. Auch in Deutschland werden noch ca. 1 Million Minen gelagert und auch Streumunition wird nach wie vor in großer Stückzahl produziert und gelagert. Die Zahl der registrierten Opfer von Landminen und Blindgängern stieg im Jahr 2005 weltweit wieder auf 7.328, wobei die Dunkelziffer wie auch in den vergangenen Jahren bei 15.000 - 20.000 Opfern pro Jahr liegen dürfte. Zudem müssen weltweit bis zu 500.000 Menschen, die einen Unfall mit Landminen und Blindgängern überlebt haben, versorgt und rehabilitiert werden. Dennoch sanken die Ausgaben für Minenaktionsprogramme im Jahr 2005 weltweit um 5,8 % auf 376 Mio. Dollar. Am stärksten betroffen von den Kürzungen sind der Irak (53%), Afghanistan (27%) und Kambodscha (43%). Laut Statistiken der Internationalen Anti-Landminen-Kampagne gelten immer noch 78 Staaten als minenbelastet.

Das Aktionsbündnis Landmine.de wird auch von Anne Will, Miroslav Klose, Dietmar Bär, Klaus J.Behrendt, Günter Jauch und Marius Müller-Westernhagen unterstützt.

Pressekontakt:
Thomas Küchenmeister, Leiter Aktionsbündnis Landmine.de, 030-32661681 / 0175 4964082
Thomas Oelerich, Ökumenische FriedensDekade, 02631 8379-17 / 0176-41107915

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