Reisetipp: Landminen-Museum in Kambodscha


Das gibt es wohl nirgends sonst auf der Welt: Ein Museum für oder besser: gegen Landminen, dessen Einnahmen komplett an ein Kinderzentrum gehen.


© The Cambodia Landmine Museum

(17.11.2015)

Der Turm ist bedrückend. Er macht Angst. Und das, obwohl er nur Metall enthält. Doch dieses Metall ist nicht einfach nur Metall. Es ist tödliches Metall: Tausende entschärfte Landminen lagern in dem kleinen Turm. Er ist das Erste, was die BesucherInnen des Landminen-Museums in der Nähe von Siem Reap sehen, nachdem sie das Gelände betreten haben. 

Der Turm erinnert ein wenig an das Mahnmal zum Gedenken der Opfer des Völkermords durch die Roten Khmer in der Nähe der Hauptstadt. Er enthält zwar keine Schädel, dafür Tausende Minen, die die BesucherInnen auf eine perfide Art in den Bann ziehen.

All diese Minen hat ein einziger Mann gemeinsam mit seinem Team gefunden und entschärft: Aki-Ra, Ein ehemaliger Soldat, der einst selbst Minen verlegte - und sich es dann zur Aufgabe machte, all diese Minen und noch viele mehr wieder zu entfernen.

Seine Geschichte und die Geschichte der Landminen in Kambodscha - 5 Millionen liegen vermutlich noch immer in dem kleinen asiatischen Land - können interessierte BesucherInnen anschaulich in den angrenzenden Blockhütten erkunden.

Doch damit nicht genug. Aki Ra und ein amerikanisches Ehepaar wollten mehr: Sie wollten mit diesen bösartigen Waffen etwas eigentlich unmögliches erreichen: Sie sollten Gutes tun. 

Heute befinden sich auf dem Gelände des Museums noch weitere Häuser: Unterkünfte, eine Schule etc. Denn die Einnahmen des Museums und Spenden ermöglichen einigen Kindern - Waisen oder mit armen Elternhaus - eine sichere und liebevolle Unterkunft und Schulbildung, dem Schlüssel für eine bessere Zukunft.

Und so haben die "perfekten Soldaten", wie Pol Pot seine Landminen nannte, doch noch etwas gutes getan.

Hier gelangen Sie auf die Seite des Landminen-Museums in Siem Reap.

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