Rotes Kreuz will Gefahren von Streumunition verringern (Schweiz)


In Montreux hat eine Konferenz des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) über Streumunition begonnen. Experten aus mehreren Ländern und Organisationen beraten, wie die Auswirkungen auf die Menschen minimiert werden können.


(18.04.2007)

In Montreux hat eine Konferenz des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) über Streumunition begonnen. Experten aus mehreren Ländern und Organisationen beraten, wie die Auswirkungen auf die Menschen minimiert werden können.

An dem Treffen, das bis Freitag dauert, nimmt auch die Schweiz teil. Auf der Tagesordnung steht eine breite Palette von humanitären, juristischen und militärischen Fragen im Zusammenhang mit Streumunition, wie das IKRK mitteilte.

Die Experten analysieren die Verwendung von Streumunition und ihre Auswirkungen auf die Menschen sowie die militärische Rolle dieser Waffenart und ihre technische Entwicklung. Auch künftige mögliche Alternativen zu Streumunition würden untersucht, schreibt das IKRK.

Zudem beraten die Experten über die nächsten Etappen im Kampf gegen Streumunition. Dabei geht es um zwei Stränge: Der eine liegt im Rahmen der UNO-Konvention über inhumane konventionelle Waffen, der andere - initiiert von Norwegen - hat zum Ziel, Streumunition zu ächten.

2006 hatte das IKRK alle Staaten aufgefordert, die Verwendung der "unpräzisen und unzuverlässigen" Streumunition in bevölkerten Gebieten sofort zu stoppen.

Bomben mit Streumunition bestehen aus einem Metallbehälter, der je nach Modell mit einem Dutzend bis mehreren Hundert Mini-Bomben bestückt ist. Diese Behälter können aus Flugzeugen abgeworfen oder mit Raketen und als Granaten verschossen werden.

Streubomben treffen wahllos und flächendeckend. Nach Schätzungen von Experten explodieren 10 bis 40 Prozent der Streumunition nicht. Auch Jahrzehnte nach dem Ende eines Krieges sind die Blindgänger eine Gefahr für die Zivilbevölkerung.


Von: 19.04.2007 www.espace.ch

<<< zurück zu: News