Rumänischer Soldat stirbt bei Minenexplosion (AFGHANISTAN)


Erneut ist ein Mitglied der internationalen Friedenstruppe in Afghanistan ums Leben gekommen: Ein rumänischer Soldat starb nahe Kandahar durch die Explosion einer Mine.


(19.06.2006)

Bukarest/Kabul - Vier weitere Soldaten seien verletzt worden, einer davon schwer, teilte das rumänische Verteidigungsministerium in Bukarest mit. Die rumänischen Soldaten waren bei der Rückkehr von einem regulären Einsatz mit einem Panzerfahrzeug ihres Konvois etwa 20 Kilometer vor Kandahar über eine Landmine gefahren, hieß es.

Rumänien hat derzeit in Kandahar ein rund 460 Mann starkes Kontingent im Rahmen der von den USA geführten Koalitionstruppen (Enduring Freedom) stationiert. Weitere 344 Soldaten des Nato-Mitglieds Rumänien sind im Rahmen der Isaf in Afghanistan präsent.

Angesichts der geplanten Ausdehnung des Nato-Einsatzes in den unruhigen Süden des Landes haben die Rebellen ihre Anschläge in der Region zuletzt intensiviert. Anhänger der gestürzten radikal-islamischen Taliban wollen mit ihrem Aufstand die ausländischen Soldaten aus dem Land vertreiben und die vom Westen unterstützte Regierung in Kabul stürzen. Allein in diesem Jahr kamen 40 ausländische Soldaten in Afghanistan ums Leben, die meisten von ihnen US-Amerikaner. Die Bundeswehr ist vor allem im Norden des Landes am Wiederaufbau beteiligt.

Von: 20.6.2006. www.spiegel.de

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