Staatenkonferenz für Verbot von Streubomben in Oslo - Handicap International berichtet von dem wegweisenden Treffen


München (ots) - Circa 40 Regierungen bereiten sich unter den wachsamen Augen internationaler zivilgesellschaftlicher Organisationen auf einen Verhandlungsprozess zum Verbot von Streumunitionen vor.


(18.02.2007)

Als Reaktion auf den enttäuschenden Ausgang der CCW-Verhandlungen im November letzten Jahres in Genf hat die norwegische Regierung die Initiative ergriffen, um die Staaten zusammen zu bringen, die über ein Verbot von Streumunition verhandeln möchten. Diese Waffen bewirken nicht hinnehmbare humanitäre Folgen: Laut der Studie "Fatal Footprint" von Handicap International, in der Informationen aus den 24 betroffenen Ländern und Regionen versammelt sind, stammen 98% der Opfer von Streumunition aus der Zivilbevölkerung.

Die Oslo-Konferenz soll einen Prozess beginnen, der in einem internationalen Verbotsvertrag enden wird - ähnlich wie der Vertrag von Ottawa, mit dem vor genau zehn Jahren Anti-Personen-Minen verboten wurden. Handicap International wird neben anderen internationalen Nicht-Regierungs-Organisationen, dem Aktionsbündnis Landmine.de und bestimmten Einrichtungen der UNO an der Konferenz teilnehmen, zu der auch eine Delegation aus dem deutschen Auswärtigen
Amt und aus dem Verteidigungsministerium anreisen wird. Wir erwarten von der deutschen Delegation, dass sie in Oslo und dem folgenden Prozess eine führende Rolle einnimmt. Außerdem fordern wir die deutsche Regierung dazu auf, dem belgischen Vorbild zu folgen und baldmöglichst auch auf nationaler Ebene ein Verbot der Produktion, des Einsatzes und des Handels mit Streumunition auszusprechen.

Die Internationale Kampagne gegen Streumunition (CMC), deren Mitbegründer Handicap International ist, organisiert am Rande der Oslo-Konferenz ein zivilgesellschaftliches Forum und verschiedene Aktionen zum Thema Streumunition, an denen auch Opfer von Streumunition aus dem Libanon und Serbien teilnehmen. In diesem Rahmen wird Handicap International ein Buch übergeben, das 300.000
bisher in Europa gesammelten Unterschriften für ein Verbot von Streumunition vereint.

Weitere Informationen:
Während der Konferenz werden auf unseren Seiten
www.handicap-international.de und www.streubomben.de täglich
aktualisierte Beiträge erscheinen.
Gerne können wir Interviews mit Vertretern von HandicapInternational in Oslo vereinbaren.Pressematerialien über Streumunition, die Oslo-Konferenz sowie
der erste weltweit Opferbericht "Fatal Footprint" sind ebenfalls auf
www.handicap-international.de/presse/presse_oslo_start.html erhältlich.

Pressekontakt:
Dr. Eva Maria Fischer, Pressereferentin und François De Keersmaeker,
Geschäftsführer In München unter 089-54 76 06-0 In Oslo (ab 21.2.), unter 0177-6478506 oder 0177-55 63 555


Von: 19.02.2007 - 10:18 Uhr, Handicap International

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