sterreich will Streumunition verbieten


sterreich will eine Vorreiterrolle beim weltweiten Verbot der Streumunition spielen.


(19.02.2007)

In diesem Sinne äußerten sich Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) und Außenministerin Ursula Plassnik (V) im Vorfeld der Konferenz von Oslo am 22. und 23. Februar, zu der 40 Nationen eingeladen wurden, sich für eine völkerrechtlich verbindliches Verbot von Streumunition einzusetzen. Am kommenden Mittwoch soll im Ministerrat ein Verbot in Österreich beschlossen werden.

Österreich will Vorbild sein

Darabos unterstrich unter Hinweis auf den Libanon-Krieg im Sommer des Vorjahres die verheerende Wirkung von Streumunition, die nach UN-Angaben von Israel auch in Wohngebieten eingesetzt wurde. Außenministerin Plassnik sagte, Österreich wolle sich an die Spitze einer internationalen Bewegung stellen, um Streumunition weltweit zu ächten.

Für Zivilisten gefährlich

Ihre spezielle Bauart machen Streu- oder Cluster-Bomben für Zivilisten besonders gefährlich. Beim Verschießen dieser Munition setzt ein explodierendes Mantelprojektil eine Vielzahl von Sprengsätzen (Submunitions) frei. Die besondere Gefahr für die Zivilbevölkerung besteht auch in dem Umstand, dass nicht alle "Submunitions" tatsächlich explodieren und im Zielgebiet als ständige Bedrohung liegen bleiben.

Keine Streubomben in Österreich

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums verfügt Österreich nicht über Streubomben, sondern lediglich über Streugranaten. Diese dienten nur zu Verteidigungszwecken. Außerdem betrage die Blindgängerrate weniger als ein Prozent.

Von: 20.02.2007 www.oe24.at

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