Untersuchung der israelischen Armee (IDF) zum Vorfall am 9.6.06 in Gaza (Israel)


Newsletter der israelischen Botschaft Berlin


(14.06.2006)

Hintergrund

Die israelische Armee (IDF) ist eine erfahrene Armee, die von moralischen Grundsätzen geleitet ist. Bei jedem Einsatz der IDF werden genaue Vorkehrungen getroffen, um jeden Nachteil für Zivilisten, die an terroristischer Gewalt nicht beteiligt sind, so weit wie möglich zu verhindern.

Die IDF zielt nicht auf Unschuldige, muss aber Terroristen bekämpfen, die sich nicht an solche moralischen Richtlinien halten und die bei ihren tödlichen Angriffen auf israelische Zivilisten willentlich unter ihrer eigenen Bevölkerung Schutz suchen. Diese zeigt deutlich das heute veröffentlichte TV-Filmmaterial von Associated Press, auf dem zu sehen ist, wie Terroristen eine Langstreckenrakete des Typs Grad aus einem Kleintransporter, der von Zivilisten umgeben ist, ausladen, nachdem der Wagen bei einem israelischen Luftangriff in Gaza getroffen wurde.

Diese Terroristen benutzen die palästinensische Bevölkerung nicht nur als Schutzschild, sie manipulieren auch und nutzen das Leid aus, das sie ihrem eigenen Volk antun, um kurzfristige Vorteile in ihrem Propaganda-Krieg gegen Israel und seine Legitimität zu erzielen. Die nachweisliche Beteiligung der Hamas am Unglücksort ist ein Beispiel dafür.

Seit der Abkoppelung Israels vom Gazastreifen im August 2005 haben Terroristen über 500 Raketen auf israelische zivile Ziele geschossen, darunter Kindergärten, Schulen, Wohnhäuser und Fabriken. Es gibt in diesen israelischen Städten, die in Raketen-Reichweite liegen, keinen normalen Alltag mehr. Straßen sind verlassen, Fabriken sind geschlossen, Schulen sind verriegelt, und Kinder sind schwer traumatisiert.

Die Untersuchung

Unmittelbar nachdem die israelische Regierung von dem tragischen Tod der sieben palästinensischen Familienmitglieder durch eine Explosion in Gaza am Freitagnachmittag erfahren hat, drückte sie ihr Bedauern über den Verlust von unschuldigen Menschenleben aus, bot den Verletzten medizinische Hilfe an und versprach eine umfassende Untersuchung über den Vorfall sowie die Veröffentlichung der Ergebnisse binnen wenigen Tagen.

Heute (13.6.), nach Abschluss der Untersuchung, wurden wie versprochen die Untersuchungsergebnisse bekannt gegeben. Geheimdienstinformationen, operative Aufzeichnungen, Beobachtungsfilme, TV-Filmmaterial und andere Informationsquellen haben gezeigt, dass die Tragödie definitiv nicht durch ein Geschütz verursacht wurde, das die IDF an diesem Tag eingesetzt hat.

Aufgrund der großen Entfernung zwischen dem Vorfall und allen Einsätzen, die an diesem Tag bei der Luftwaffe und der Marine stattfanden, können die israelischen Luft- und Marineeinsätze das Unglück nicht verursacht haben. Da zwischen dem nächstliegenden israelischen Artillerieangriff auf Terroristen und der Unglücksstelle ein zeitlicher Abstand lag, kann auch die Artillerie die Explosion nicht ausgelöst haben.
Außerdem wurde ermittelt, dass das Metallstück, das einem der Verletzten in einem israelischen Krankenhaus entnommen wurde, nicht aus einem Geschoss der israelischen Artillerie stammt.

Bei der Untersuchung konnte jedoch nicht festgestellt werden, was die Explosion tatsächlich verursachte. Es ist anzunehmen, dass das Unglück entweder durch eine Mine verursacht wurde, die von Palästinensern gegen israelische Soldaten gelegt wurde, oder dass es sich um ein scharfes Geschoss handelte, das am Strand lag und detonierte, als sich die Familie in unmittelbarer Nähe befand.

Wie alle Regierungen trägt die israelische Regierung die Verantwortung, das Leben ihrer Staatsbürger zu schützen und ihr Gebiet und seine Einwohner vor terroristischen Gefahren zu verteidigen. Die IDF werden deshalb weiterhin Terroristen, die Städte und Staatsbürger Israels angreifen, bekämpfen und alles in ihrer Macht Stehende tun, um deren Angriffe zu verhindern.

Quelle: Presse- und Informationsabteilung, Israel Ministry of Foreign Affairs (MFA).

Von: 15.06.2006 http://www.juedische.at "die jüdische"

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