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Ukraine: Landmine tötet und verletzt OSZE Mitarbeitende

Eine Landmine hat in der Nähe von Lugansk einen amerikanischen OSZE Mitarbeiter getötet. Zwei Mitarbeitende wurden verletzt, darunter eine Deutsche. Der Unfall ereignete sich, als das Auto der Gruppe über eine Landmine fuhr und diese explodierte.

Laut Medienangaben berichteten Vertreter der Volksmilizen von Donbass zuerst über den Vorfall und beschuldigten die offiziellen ukrainischen Streitkräfte. Bisher gibt es noch keine Erkenntnisse, wer die Mine verlegt hat. (Stand 23.4, 20:40 Uhr).

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz nannte den Tod des Kollegen “einen Schock für die ganze OSZE.” Österreich hat derzeit den Vorsitz der OSZE inne.  

Sigmar Gabriel kommentierte tief bestürzt: “Jetzt ist das eingetreten, was man seit Jahren befürchten musste. Jemand, der nur mithelfen wollte, Frieden und ein Ende der Kämpfe zu schaffen, hat heute sein Leben verloren." 

Angela Merkel ergänzte: "Die Bundesregierung erwartet, dass die Konfliktparteien sofort alles Erforderliche unternehmen, um zu klären, wie es zu diesem tragischen Geschehen kommen konnte und wer dafür die Verantwortung trägt."

Minen und explosive Kriegsreste stellen eine erhebliche Gefahr in der Region dar. Immer wieder kommt es zu Unfällen - auch Kinder sind betroffen. Die Konfliktparteien müssten endlich den vereinbarten Waffenstillstand einhalten. An der Gefahr durch bereits verlegte Minen, improvisierte Sprengsätze oder nicht explodiert Artillerie wird das aber nichts verändern. Hier sind Aufklärungsarbeit und Minenräumung nötig, wie sie beispielsweise Handicap International weltweit macht. 

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