PRESSEMITTEILUNG - Prinzen-Sänger gegen Landminen und Streubomben


Sebastian Krumbiegel unterstützt Unterschriftenaktion von Aktionsbündnis Landmine.de. Foto: Aktionsbündnis Landmine.de 2007


(28.05.2007)

Berlin/Leipzig (23.5.2007 - Sperrfrist 14:00). Im Rahmen seiner gerade beendeten Tournee hat der Leipziger Musiker Sebastian Krumbiegel weitere 800 Unterschriften gegen Landminen und Streumunition gesammelt. Die Unterschriftenlisten wurden heute in Leipzig vor dem Völkerschlachtdenkmal an das Aktionsbündnis Landmine.de übergeben. Sebastian Krumbiegel, Schirmherr der Ökumenischen FriedensDekade, hatte bereits in diesem Frühjahr 10.000 Unterschriften an die Landminen-Kampagne überreicht.

"Diese Unterstützung durch Sebastian Krumbiegel ist eine große Hilfe, 1 Million Unterschriften gegen Landminen und Streubomben zu erzielen", sagt Thomas Küchenmeister vom Aktionsbündnis Landmine.de. Die Anzahl der gesammelten Unterschriften liegt jetzt bei ca. 905.000. "Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, jetzt mitzuhelfen und sich an der Unterschriftenaktion zu beteiligen, damit 1 Million Unterschriften erreicht werden", betont Krumbiegel. "Damit können wir ein wichtiges politisches Signal setzen, damit das Morden und Verstümmeln durch Landminen und Streumunition endlich ein Ende haben", so Hans-Jürgen Ebert, Geschäftsführer von Solidaritätsdienst International. Am 3. Dezember diesen Jahres, dem 10. Jahrestag des Verbots von Anti-Personenminen (Ottawa-Konvention), will das Aktionsbündnis Landmine.de 1 Million Unterschriften an die Bundesregierung übergeben.

Sebastian Krumbiegel unterstützt, wie viele andere Prominente, mit dieser Aktion die fünf Forderungen der 17 im Aktionsbündnis Landmine.de zusammengeschlossenen deutschen Hilfsorganisationen, darunter Misereror, Brot für die Welt, medico international und Solidaritätsdienst International e.V.. Die Bundesregierung wird darin aufgefordert, ein eindeutiges und vollständiges Verbot aller Landminen und Streuwaffen (Streumunition) zu beschließen und dieses auch umzusetzen, was gegenwärtig nicht bzw. nur ungenügend geschieht. Zudem fordern sie, dass mehr finanzielle Mittel für Minen- und Blindgängerräumung sowie Opferhilfe bereitgestellt werden.

Seit 1999 sind Antipersonenminen völkerrechtlich geächtet, während Antifahrzeugminen noch keinem eindeutigen Verbot unterliegen, obwohl auch sie von Personen ausgelöst werden können und diese töten und verletzen. Weltweit bleiben noch ca. 100 Mio. Minen zu räumen. 300 Mio. Landminen befinden sich noch in Militärdepots. Auch in Deutschland werden noch ca. 1 Mio. Minen und auch 30 Millionen Streumunitionen gelagert. Deutsche Firmen gehören nach wie vor zu den Produzenten dieser Waffen. Die Zahl der Opfer von Landminen und Blindgängern wird mit 15.000 - 20.000 Opfern pro Jahr angegeben. 80 Länder gelten als minenbelastet, in mindestens 25 Ländern ist Streumunition zum Einsatz gekommen, was Blindgänger in großer Stückzahl verursacht hat. Eine weltweite Studie von Handicap International hat kürzlich die humanitären Folgen des Einsatzes von Streumunition eindeutig belegt. Demnach sind 98% der Opfer von Streumunition Zivilisten, davon 27% Kinder. Zudem müssen weltweit bis zu 500.000 Menschen, die einen Unfall mit Landminen und Blindgängern überlebt haben, versorgt und rehabilitiert werden. Dennoch sanken die Ausgaben für Räumprogramme im Jahr 2005 weltweit um 5,8 % auf 376 Mio. Dollar. Am stärksten betroffen von den Kürzungen sind der Irak (53%), Afghanistan (27%) und Kambodscha (43%).

Das Aktionsbündnis Landmine.de wird u.a. von Ulrike Folkerts, Anne Will, Miroslav Klose, Dietmar Bär, Klaus J.Behrendt, Günter Jauch und Marius Müller-Westernhagen unterstützt.

Pressekontakt: Thomas Küchenmeister, Leiter Aktionsbündnis Landmine.de,
0175-4964082 / thomas@landmine.de

<<< zurück zu: Pressemitteilungen