Landminen-Konferenz in Kambodscha


Das Auswärtige Amt wird seine Mittel für die Unterstützung von Minenopfern und die Räumung von Land- und Streuminen von 2012 an von 15,5 Millionen auf 18 Millionen Euro erhöhen.


(02.12.2011)

Landminen fordern jedes Jahr weltweit zahlreiche Tote. Das Ottawa-Übereinkommen von 1997 ächtet diese heimtückische Waffe. Es gilt daher als Meilenstein des humanitären Völkerrechts.

In der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh hat vom 27. November bis zum 2. Dezember die elfte Vertrags­staaten­konferenz zu dem Übereinkommen stattgefunden. Kambodscha ist aus früheren Konflikten selbst noch sehr stark durch Antipersonenminen belastet. 

Ein umfangreiches Programm hat dort seit 1992 zu einem deutlichen Rückgang der Zahl neuer Opfer geführt. Dennoch hatte Kambodscha nach Angaben der 'International Campaign to Ban Landmines' auch 2010 noch 286 Minen- und Streumunitionsopfer zu beklagen.

Mehr als 1000 Diplomaten, Vertreter von Nichtregierungs­organisationen und Beobachtern haben an der Konferenz teilgenommen. Sie berieten darüber, ob und wie die Unterzeichnerstaaten ihre Verpflichtungen aus dem Abkommen einhalten und wie weitere Fortschritte bei der Räumung von Minen und der Zerstörung von Restbeständen zu erreichen sind.

Der auf der Konferenz angenommene "Phnom Penh Progress Report" führt unter anderem die Zerstörung der türkischen Minenbestände durch einen deutschen Spezialbetrieb, zwei Neubeitritte zum Ottawa-Übereinkommen sowie den Abschluss der Minenräumung in Nigeria und Burundi auf. Zudem hat Finnland in Phnom Penh angekündigt, dem Ottawa-Übereinkommen 2012 als 159. Mitgliedsland beizutreten. Polen hat den Vertrag unterschrieben, aber noch nicht ratifiziert.

Deutsche Unterstützung

Das Auswärtige Amt wird seine Mittel für die Unterstützung von Minenopfern und die Räumung von Land- und Streuminen von 2012 an von 15,5 Millionen auf 18 Millionen Euro erhöhen. Eine Herausforderung ist auch die Vernichtung von Minen in Ländern wie Libyen. Dort hat Deutschland jüngst ein Projekt der 'Fondation Suisse de Déminage' zur Zerstörung von Landminen und Zündern mit fast 300.000 Euro gefördert.

Quelle: Auswärtiges Amt

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