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Landminen in Syrien

Syrien ist stark mit Landminen verseucht. Das genaue Ausmaß der Kontamination in Syrien ist nicht bekannt, eine besonders hohe Dichte ist aber in den ehemals vom IS kontrollierten Gebieten gegeben. Die syrische Armee lagert Anti-Personen-Minen und Anti-Fahrzeug-Minen. Syrien ist kein Mitglied des Landminenverots. Die Zahl der Minenopfer ist weiterhin sehr hoch und steigt kontinuierlich an..

Syrien ist kein Vertragsstaat der Ottawa-Konvention. Zwar erkennt der Staat die Notlage der Minenopfer an, erachtet Antipersonenminen jedoch als notwendige Waffe, wie ihr Einsatz seit 2011 zeigt.

Das genaue Ausmaß der mit Landminen kontaminierten Fläche in Syrien ist nicht bekannt. Während der Besetzung des sogenannten IS wurden Antipersonenminen systematisch produziert und von Gruppierungen, die Verbindungen zum IS hatten, in Konfliktgebieten verlegt. Zwar ist ganz Syrien von Landminen betroffen, die Minendichte ist jedoch in den ehemals vom IS kontrollierten Gebieten besonders hoch. In den Regierungsbezirken von Idlib und Aleppo im Nordwesten des Landes wurden Minen in Felder von Bauern, Dörfern, neben Straßen und um Schulen und Krankenhäuser verlegt. Aber auch die südlichen Gebiete an der Grenze zu Israel und Jordanien sind betroffen.

Der syrische Staat ist ebenfalls im Besitz von Antipersonen- und Antifahrzeugminen, welche derzeit aber nicht genutzt werden.

Im Zeitraum von 1999 bis 2019 gab es über 7.000 Tote und Verletzte durch Minen. Im Jahr 2019 waren es allein 1.125, davon 866 Zivilist*innen. Die Zahl der von Minen betroffenen Personen und Gemeinden steigt weiterhin an.